Portrait
So richtig wegzubekommen von Mama’s Plattenspieler war ich nicht wirklich in Kindestagen. Edita Gruberova und Mozart hatten es mir angetan. Die Flöte und Trompete waren dafür dann nicht so das meine, da zog es mich eher in Papa’s Holzwerkstatt. Der Hang zur Musik kam später mit dem Violinspiel wieder. Und als die akademische Laufbahn nach dem Geodäsiestudium es dann doch nicht so traf, verbanden mich Handwerk und Musik letztlich zum Streichinstrumentenbauer. Meinem Traumberuf.
Wege & Orte
Lehrausbildung zum Streich- und Zupfinstrumentenerzeuger an der HTL Hallstatt (AT).
Anstellungen an der Konservierungsabteilung des Musée de la Musique unter Jean-Philippe Échard, Paris (FR); Wilhelm Geigenbau, Suhr bei Aarau (CH); Henriette Lersch, Wien; Gerlinde Reutterer, Wien (AT).
Studienaufenthalte bei Balthazar Soulier & Josselin Riehl, Atelier Cels, Paris; Matthias Bölli & Franz Münzberg, Wien; Martin Rainer, Wien; Thomas Gerbeth, Wien.
Meisterkurse in Restaurierung von Streichinstrumenten unter Gudrun Kremeier, Almuth McWilliams, Damien Sainmont & Warren Bailey.
In Musik und Kunst erfreue ich mich besonders an den Werken aus den Epochen der Renaissance, Barockzeit und Klassik. Streichinstrumente empfinde ich als eine der großen Schöpfungen der Menschheit. Diese pflege und entwickle ich mit meiner täglichen Arbeit als lebendiges Kulturerbe weiter. Und trage so mit Freude zur Erhaltung für nachfolgende Generationen bei.
„Viva fui, in sylvis sum dura occisa securi. Dum vixi, tacui: mortua dulce cano.“
Inschrift auf einem Kupferstich-Porträt von Gaspar Duiffoprugcar; Pierre Woeiriot, 1564.


